Alpiner Kultursommer - Stad Artistic - Greina 2004 - Pressestimmen
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24.08.2004: Bündner Tagblatt Kulturprojekt - Geglückter Greina-Sommer.

Kulturprojekt - Geglückter Greina-Sommer

Von Leo Condrau (*)

Die Gewinner sind erkoren, die Preis- verleihung bei Sonne und Schnee in der Terri-Hütte vorbei: Am Wochenende ist der erste, erfolgreiche Kultursommer Greina zu Ende gegangen.

Wie spannend und interessant Kultur in den Alpen sein kann, ist am Wochenende - das mit Regen, Kälte, Schnee, Sonnenschein aufwartete - an mehreren Veranstaltungen in Vrin und in der Terri-Hütte eindrücklich bewiesen worden. Als Höhepunkt des Kultursommers Greina 2004 stand die Preisverleihung auf dem Programm. Den ersten Preis der Jury gewann die Horgener Künstlerin Ursula Bachmann mit «Landart-Performance Greina», an zweiter Stelle sind Christoph Lang und Stephan Meylan mit «Greina Grabung» und im dritten Rang ist Rudolf Steiner mit «Back Pack» klassiert.


Auch ihre Kunstwerke lockten diesen Sommer in die Greina: Die Preisträger Luis Coray, Rudolf Steiner, Ursula Bachmann, Christoph Lang, Stefan Meylan und Kari Joller (von links). (Foto © lc)

Spezialpreis für Luis Coray

Seit der Eröffnung des Kultursommers Greina 2004 Ende Juni hatte die Jury unter Vorsitz der Trimmiserin Ida Bänziger die 26 Kunstwerke, die Installationen, temporären Objekte und Aktionen im Greina-Gebiet besucht und bewertet. Das Echo auf die Ausschreibung war immens gewesen: 112 Künstlerinnen, Künstler und Gruppen hatten sich beworben. Für den Wettbewerb sind Einzel- und Gruppenarbeiten zugelassen worden, die im Rahmen einer Ausstellung an diesem Ort Sinn machen: «als ein Reagieren und Intervenieren im Zwiegespräch mit der Gebirgslandschaft». Luis Coray holte sich den Spezialpreis mit «Festa-coller». In seiner Hirtenstockperformance nahe der Terri-Hütte setzte sich auch der Churer Künstler mit der Natur im Hochtal Greina auseinander. Die Ausstellung wurde während den Sommermonaten von unzähligen Leute besucht und einige gaben dabei ihre Stimme für den Publikumspreis ab. Diesen holte sich der Luzerner Kari Joller mit «Antennenkreis».

Reiches Kulturwochenende

Bereits am Freitagabend hatte das reich befrachtete Kultur-Wochenende begonnen. Der Abend, organisiert von der Fundaziun da cultura Val Lumnezia fand grosse Beachtung. Vor vollem Haus begann Fritz Hauser, der weltbekannte Perkussionist, mit einem eindrücklichen Konzert. Was alles mit einem «Schlagzeug» möglich ist, welche Töne und Eindrücke mit diesem Instrument möglich sind, beeindruckten das Publikum. Anschliessend präsentierte Gion A. Caminada, Architekt und Assistenzprofessor an der ETH in seinem Referat «Landschaft und Mensch» neun Thesen zum Thema. Vor allem die Frage, welche Impulse die Peripherie in die städtischen Agglomerationen senden kann, wurde anschliessend ausgiebig diskutiert. Nach dem kalten und verregneten Aufstieg zur Terri-Hütte des SAC konnte am späten Nachmittag vor allem Literatur und Musik genossen werden. Leo Tuor, begleitet von Flurin Caviezel am Akkordeon, las aus «Giacumbert Nau». Als zweite Performance war die dramatische Lesung der «Bergfahrt» von Ludwig Hohl statt. Die beiden Schauspieler Gian Rupf und Rene Schnoz lasen und spielten das Stück in sehr humorvoller und spannender Weise vor begeistertem Publikum. Das anschliessende Essen, eine Sensation - vor allem in Anbetracht der Tatsache dass dieses in der Hütte und nicht in einem Gourmetrestaurant stattfand - beendete das offizielle Programm des Greina Kultursommers 2004.

(*) Leo Condrau, Ennetbaden, OK Kultursommer Greina 2004, Tourenleiter der SAC-Sektion Piz Terri.


© Südostschweiz, Chur

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