Alpiner Kultursommer - Stad Artistic - Greina 2004 - Pressestimmen
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27.07.2004: Südostschweiz - Ausgabe Graubünden Das Wandern ist des Hüttenwarts Freud.

Das Wandern ist des Hüttenwarts Freud

Der Hitzesommer 2003 ist zwar unerreicht, dennoch sind die Bündner SAC-Hütten gut ausgelastet. Der Renaissance des Wanderns sei Dank.

VON ENRICO SÖLLMANN

Die Bündner Touristiker und Hoteliers haben sich nach dem Jahrhundert- auf einen Durchschnittssommer eingestellt. Bei den Bündner Hüttenwarten ist das nicht anders. Grund zum Klagen gibt es deswegen aber nicht. Das Rekordjahr bleibt zwar ausser Reichweite - der Schweizerische Alpen-Club (SAC) zählte 2003 gesamtschweizerisch mehrere hunderttausend Tagesgäste und 300 000 Übernachtungen. Doch der aktuelle Boom des Wandersports sorgt auch dieses Jahr für hohe Bettenauslastungen. Kurzum: Scheint die Sonne, sind die Hütten voll. Und dies ist seit Mitte Monat der Fall. Genaue Zahlen liegen derzeit zwar bei keiner Hütte vor. Die durchschnittliche Auslastung wird jedoch auf etwa 70 bis 80 Prozent geschätzt, wie verschiedene Bündner SAC-Hüttenwarte mitteilen. Toni Trummer von der Terri-Hütte, die am Ende des Val Sumvitg auf der Greinahochebene liegt, zeigt sich jedenfalls zufrieden. Immer mehr Leute würden dem Wandersport nachgehen, entsprechend hoch seien die Übernachtungszahlen, sagt er. Bezahlt gemacht hat sich auch der von der SAC-Sektion Piz Terri organisierte Kultursommer. Insgesamt 26 Kunstschaffende zeigen in der grossartigen Landschaft ihre Werke, die allesamt einen Bezug zur Hochebene haben. Viele Einheimische, aber auch Gäste aus der Deutschschweiz würden auf der Greina auf (eine zweitägige) Entdeckungsreise gehen, so Trummer.

Gut besucht: Die SAC-Hütten (im Bild die Tschiervahütte) werden von vielen Wanderern
angesteuert. Foto: Filippo Simonetti Gut besucht: Die SAC-Hütten (im Bild die Tschiervahütte) werden von vielen Wanderern angesteuert. Bild: Filippo Simonetti

Viele Familien

Alice Gasser von der Calandahütte oberhalb Chur hat ebenfalls alle Hände voll zu tun. Jeden Tag hat sie Gäste zu bewirten, an den Wochenenden ist die Calandahütte gar durchwegs ausgebucht. Auffallend ist für Gasser vor allem, wie viele Familien mit Kindern das Wandern entdeckt haben. «Das habe ich schon lange nicht mehr gesehen», sagt sie. Auch Cilgia Gianom von der Tuoi-Hütte oberhalb Guarda bestätigt dies. «Es sind erstaunlich viele Familien unterwegs», meint sie. Die Saison sei auf Grund der miserablen Wetterverhältnisse zwar mässig angelaufen, doch an herrlichen Sommertagen wie letzte Woche herrscht in der Tuoi-Hütte Hochbetrieb. Die Mehrheit der Gäste machen klar die Kurzentschlossenen aus. Rund zwei Drittel, schätzt Gianom.

Es lag zu lange Schnee

Durchzogen fällt das Fazit von Erika Käser von der Kesch-Hütte aus, die zwischen Davos und Bergün auf 2625 Metern über Meer liegt. «Der Juni war mager.» Am Fusse des höchsten Gipfels der Albula-Alpen, dem Piz Kesch, lag zu lange Schnee. Mittlerweile nimmt jedoch auch Käser wieder mehr Reservationen entgegen, so viele wie in einem normalen Sommer, hauptsächlich von Wanderern. Ein Renner ist derzeit vor allem das SBB-Railaway-Angebot, das zahlreiche Unterländer in die Bergwelt um Davos lockt.


© Südostschweiz, Chur

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